Der Liebster Award – 11 Fragen, 11 Antworten – die Zweite!

Für alle die den Liebster Award noch nicht kennen: Es ist eine ganz witzige Methode, neue Blogs kennenzulernen und die Menschen, die dahinter stehen.

Ich wurde diesmal von Jobst Mahrenholz nominiert und habe mir die Zeit genommen, seine Fragen zu beantworten.

1. Warum schreibst du?

Aus Spaß. Weil ich es liebe, Geschichten zu erfinden.

2. Wie gestaltet sich die Überarbeitung deiner Texte?

Klassisch auf Papier mit Bleistift. Das nimmt die Geschwindigkeit raus und zwingt mich dazu, dass ich gründlicher vorgehe. Bei aktuellen Projekten binde ich Testleser mit ein, da der Blick von außen viele neue Ideen bringt. Das Korrekturlesen überlasse ich mittlerweile Profis; nach meinen bisherigen Erfahrungen mache ich mir keine Illusionen mehr über meine Rechtschreibkenntnisse.

3. Wie stehst du zu Kurzgeschichten?

Wenn ich mich auf eine Geschichte einlasse, dann investiere ich eine Menge Zeit und Energie. Da bekomme ich bei einer Kurzgeschichte aber zu wenig zurück. Es gibt zwar sehr gute Kurzgeschichten – aber sie sind nicht wirklich mein Ding.

4. Macht es dir Spaß Lesungen zu halten?

Ja und nein. Ja, denn wenn man dabei ist oder danach, wenn man es geschafft hat, ist es ein großartiges Gefühl. Nein, weil ich eher der schüchterne und zurückgezogene Typ bin und eine in der Zukunft lauernde Lesung mich an den Rand des Zusammenbruchs bringt.

5. Ein liebster Satz aus einem deiner Bücher?

Alle meine Sätze sind mit Liebe handgearbeitet. Ich kann da keinen einzelnen herausgreifen. Denn wenn ich es täte, würden die anderen beleidigt davonlaufen 😉

6. Verfilmte Literatur: Gibt es da was, das dir besonders gut gefällt?

Die Verfilmung von Steinbecks „Von Mäusen und Menschen“ mit John Malkovich und Gary Sinise, die ist großartig. Einer der wenigen Filme, die sich mit ihrer Buchvorlage messen können.

7. Was müsste sich am Buchmarkt ändern?

Ich würde gern einen Weg finden, wie der Buchhändler um die Ecke neben Druckausgaben auch eBooks verkaufen und etwas dran verdienen kann. Denn ich liebe es, in Buchläden zu stöbern – bei der Menge, die ich lese, bevorzuge ich aber die digitale Variante. Zweitens sollten Buchhändler und Indie-Autoren enger zusammenarbeiten. Davon hätten beide Seiten etwas: die Autoren werden im stationären Buchhandel sichtbarer und die Buchhändler profitieren davon, weil die Indies meist ein sehr rühriges Marketing betreiben.

8. Drei Bücher die dir wichtig sind?

Die Bibel
John Steinbecks „Von Mäusen und Menschen“
Fristende

9. Mit welcher historischen/aktuellen Person würdest du gerne mal einen Abend verbringen?

Moses. Fasziniert mich von allen historischen Persönlichkeiten am meisten.

10. Könntest du dir vorstellen, gemeinsam mit einem zweiten Autor ein Buch zu schreiben?

Theoretisch ja, aber meine Schreibgeschwindigkeit ist dafür wahrscheinlich zu langsam.

11. Wie stehst du zum Bad End?

Ein Bad End wäre eine Enttäuschung für den Leser. Aber ein bittersüßes Ende – dafür habe ich viel übrig. Zum Beispiel das Ende des Originals von Oceans Eleven (nicht die George Clooney Variante, sondern die des RatPacks): Der Raub gelingt, aber die Beute endet im Sarg und der im Krematorium. Das hat was!o


Zu den Regeln des Liebster Awards gehört die Neunominierung von 11 weiteren Blogs und 11 weitere Fragen. Da der Award aber schon eine Weile unterwegs ist und eine gute Chance besteht, dass die meisten Blogger schon mal nominiert wurden, lasse ich diesen Teil aus.

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3 Kommentare zu “Der Liebster Award – 11 Fragen, 11 Antworten – die Zweite!
  1. Hallo Matthias,

    zu Deiner Antwort Nr. 7: Mir geht es wie Dir, nach mehreren Umzügen haben ich die Vorteile, die einem die Ebooks bieten, wirklich zu schätzen gelernt. Dumm nur, dass dabei der Buchhandel nicht zum Zuge kommt. Dachte ich lange Zeit. Bis ich mit einer Buchhändlerin gesprochen habe und sie mir offenbarte, dass es durchaus geht. Im Überschwang der Gefühle habe ich damals sogar einen Artikel dazu geschrieben (bei Interesse im Blog nach „ebooks Umzüge“ suchen, da gibt es auch ein paar Links zu den kleinen aber sehr feinen Buchhandlungen in Augsburg, jede Einzelne ein Juwel, aber ich schweife ab): Kurz gesagt, die Buchhandlungen haben ein Händlerkonto bei Tolino. Wenn man als Kunde darüber kauft, bekommen sie ihre Provision.

    Ich finde (darüber habe ich dann anschließend mit der netten Ladeninhaberin gesprochen), die Buchläden sollten das offensiver bewerben. Offenbar ging es ja nicht nur mir so, dass ich davon nichts wusste. Ein Hinweis in der Auslage wäre gut. Dann bleibt auch bei ihnen etwas von dem Ebook-Umsatz hängen. Sogar von dem Selfpublisher-Titel, wenn ich das richtig verstehe. Dann sind sie vielleicht auch den Selfpublishern gegenüber auch ein wenig aufgeschlossener. Zumal man jetzt als Selfpublisher mit dem Tolino Media eine Möglichkeit hat, aus der Amazon-Welt auszubrechen.

    Mira

    P.S.: Irgendwann schreibe ich noch einen Ratgeber „Schlendern und Schlemmen in Augsburg: Eine Tour durch Augsburger Buchläden“ 😉 Das wäre allerdings Schreiben unter erschwerten Bedingungen, immerhin würde dies eine genaue Feldforschung erfordern. Und ob ich dann noch jemals wieder auftauche…

    • Die Sache mit den eBook-Umzügen ist tatsächlich interessant – und war mir bisher auch vollkommen unbekannt. Gut zu wissen. Und durch Tolino-Media wird die Zusammenarbeit Selfpublisher-Buchhändler doch erleichtert. Das ist mir aufgefallen, als ich am Wochenende durch Makranstädt gefahren bin – kleinere, abseits gelegene Buchhandlungen könnten vom Enthusiasmus der Selfpublisher durchaus profitieren.

      • Eigentlich sollten dadurch auch die Selfpublisher-Lesungen in diesen Läden für die Betreiber lukrativ sein, selbst wenn es sich eben um reine Ebook-Selfpublisher handelt. Gleich bei der Lesung kann man auf die betreffende Adresse aufmerksam machen (was nicht nur bei diesem einen Titel dem Laden zugute kommt, sondern evtl auch dazu führt, dass die Besucher der Lesung auch in der Zukunft darüber einkaufen würden).

        Ich sehe da nur eine mögliche Hürde: Ein weiteres Konto, falls man bei Tolino noch kein Konto hat (meines Wissens braucht man für den Händler an sich kein eigenes Konto, es läuft über die URL, über die man bestellt).

        Klassische Win-Win-Situation. Leider noch nicht so bekannt. Aber vielleicht ändert sich das ja hiermit 😉

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