Es gibt nichts Neues unter der Sonne – überhaupt nichts …

Man kann behaupten, dass auf Regierungsebene die moralischen Prinzipien allmählich verschwinden. Die Regierung wird immer mehr Spezialisten überlassen, die seit ihren Jahren am College zu Politikern geformt wurden. Dort lernten sie die Kunst der Rede, nicht um Ideen auszudrücken, sondern um die Wähler zufrieden zu stellen – und sich in der noch einträglicheren Praxis zu üben, die Gefühle und die Einfältigkeit anderer auszunützen.

Das klingt doch, als würde es die heutige Politikerkaste ziemlich gut beschreiben, oder?

Nur leider stammt das Zitat nicht von heute, sondern von Élisée Reclus, der zwischen den späten 1870er Jahren bis 1899 im Auftrag von Hachette eine „monumentale Erdkunde“ erstellte. Den Satz da oben hat er über Washington (die Stadt, nicht den Mann) geschrieben und er galt im 19. Jahrhundert genauso wie 1999, als Peter Ustinov in seinen „Reisen des Sir Peter“ die Clinton-Ära mit dieser Aussage verglich und er gilt genauso heute.

Was uns zu dem Schluss bringt, dass Früher nicht alles besser war. Und das leider auch in der Zukunft nicht mit Verbesserungen zu rechnen ist.

Veröffentlicht in Ansichtssachen

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