Was im Leben wirklich zählt…

…stellen die meisten Menschen erst fest, wenn es zu spät ist.

Das ist kein Klischee, sondern eine Tatsache, die ich im Zivildienst kennenlernte. Den habe ich auf einer chirurgischen Intensivstation abgeleistet und dorthin kommen Patienten, wenn es kritisch ist. Wenn der Tod nicht nur vor der Tür steht, sondern schon den ersten Schritt über die Schwelle getan hat. Oft ist er wieder umgedreht, oft nicht.

Erst in solchen Situationen wird den meisten Menschen der Wert einer Sache bewusst, die sie allzu oft als zu selbstverständlich sehen: der Wert ihres Lebens und der Zeit, ist ihnen noch verbleibt. Ich konnte das als Beobachter mit erleben; sehr intensiv aber – zum Glück – nicht betroffen. Dennoch hinterlässt eine solche Erfahrung ihre Spuren im Leben.

Als Madame Missou anfragte, ob ich einen ihrer (Frauen)-Ratgeber rezensieren würde, hätte ich im Normalfall sofort abgelehnt; solche Themen passen so gar nicht zu mir. Aber dann fiel mir auf ihrer Seite das eBook „Was im Leben wirklich zählt“ auf.

Zehn Erfahrungen von Menschen, die am Ende ihres Lebens zurückblicken und feststellen, was gut war – und was nicht. Freundschaften, die nicht gepflegt wurden, die Meinung der Nachbarn, die mehr Wert war als das Glück des eigenen Sohnes, das Büro, das die Zeit forderte, die dann der Familie fehlte.

Ich kann nur dazu raten: lest das Buch und denkt ein wenig über euch nach. Korrigiert den Blick auf euer eigenes Leben, damit ihr am Ende nichts bereuen müsst.

Ach übrigens: der Satz, den ich auf der Intensivstation nie von einem Patienten gehört habe, lautet:

„Ach hätte ich doch nur mehr Zeit im Büro verbracht!“

Der Autor: Matthias Czarnetzki begann als Banker, wurde Journalist und studierte Informatik, bevor er feststellte, dass Schriftsteller mehrere Leben führen können, aber nur für eins Steuern zahlen müssen. Er ist unabhängiger Autor und unterstützt andere Indie-Autoren dabei, den gleichen Respekt zu erlangen wie Indie-Musiker und Indie-Filmemacher, so dass sie ihren traditionell verlegten Kollegen in nichts nachstehen. Noch Fragen?

Veröffentlicht in Ansichtssachen, Lesen

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