In weniger Zeit mehr Schreiben – Tipp 2

Zusätzlich zur 100-Worte-Strategie gibt es einen zweiten Punkt, der meine Produktivität wesentlich gesteigert hat: Die letzten fünf Minuten meiner täglichen Schreibzeit verbringe ich damit, die Szene für den nächsten Tag zu skizzieren.

Dieses Vorgehen hat zwei Vorteile:

  1. Die Schreibzeit ist wirklich nur zum Schreiben da – und wird nicht damit verschwendet zu überlegen, wie es überhaupt weitergehen soll. Schreiben und plotten sollten sich nicht gegenseitig behindern, deshalb ist es (für mich) am Besten, entweder das eine oder das andere zu tun. Natürlich gibt es beim Schreiben die berühmten genialen Einfälle, bei denen ich sofort meinen Plot anpasse. Das sind eben die Ausnahmen, die die Regel bestätigen.
  2. Mit dem Plan, was ich am nächsten Tag schreiben will, habe ich 24 Stunden Zeit, mir die Szene auszumalen, mir Ort und Handlung vorzustellen. Dazu nutze ich jede freie Minute, die sich mir am Tag bietet. Je lebendiger ich die Szene vor Augen habe, desto besser kann ich sie am schreiben. In den meisten Fällen habe ich dann einen solchen Detailreichtum vor Augen, dass es mir leicht fällt, auch für den Leser eine reale Welt entstehen zu lassen.

 

Der Autor: Matthias Czarnetzki begann als Banker, wurde Journalist und studierte Informatik, bevor er feststellte, dass Schriftsteller mehrere Leben führen können, aber nur für eins Steuern zahlen müssen. Er ist unabhängiger Autor und unterstützt andere Indie-Autoren dabei, den gleichen Respekt zu erlangen wie Indie-Musiker und Indie-Filmemacher, so dass sie ihren traditionell verlegten Kollegen in nichts nachstehen. Noch Fragen?

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