Was gehört wohin im eBook – und warum?

Hier ist mein Vorschlag zum Aufbau eines eBooks, angelehnt an die Empfehlungen von Joe Konrath.

  1. Cover – das sollte klar sein. Ist beim Printbuch ja genau so.
  2. Titelseite – Begründung wie 1.
  3. Klappentext – ein eBook kann man nicht einfach umdrehen und hinten die Zusammenfassung lesen. Und wer eine Menge eBooks auf seinem Reader hat, wird eine schnell zu findende Zusammenfassung zu schätzen wissen. Wenn möglich, hier hin die Startposition des eBooks setzen.
  4. (Nur bei Sachbüchern!) Das Inhaltsverzeichnis – es gibt einen guten Überblick über die behandelten Themen. Damit weiß der potenzielle Leser, was ihn im Buch erwartet.
    Bei Romanen sollte das Inhaltsverzeichnis jedoch erst nach dem Text eingefügt werden. Warum? Weil die automatisch erzeugte Leseprobe bei Amazon&Co meist die ersten 5-10% des Buches umfasst. Bei Belletristik sollte der Leser mit dem Text überzeugt werden. Von Büchern, bei denen die Leseprobe nach Impressum und Inhaltsverzeichnis bereits endet, kann ich mir als Leser keinen Eindruck verschaffen. Und das ist zumindest bei mir ein Ausschlusskriterium.
  5. Der Text – ohne wäre irgendwie sinnlos.
  6. (bei Romanen!) Das Inhaltsverzeichnis.
  7. Das Impressum – muss ja auch irgendwo hin. Da soll es wenigstens nicht den wertvollen Leseprobenplatz verschwenden.
  8. Weitere Bücher/Leseproben vom gleichen Autor – oder von befreundeten Schriftstellern. Schließlich will man ja den Leser auf die eigenen Bücher aufmerksam machen und ihn nicht auf einige zufällig von Amazon ausgewählte Werke verlieren.

So, dass ist meine Empfehlung. Gibt es noch andere Vorschläge? Dann rein in die Kommentare damit!

Der Autor: Matthias Czarnetzki begann als Banker, wurde Journalist und studierte Informatik, bevor er feststellte, dass Schriftsteller mehrere Leben führen können, aber nur für eins Steuern zahlen müssen. Er ist unabhängiger Autor und unterstützt andere Indie-Autoren dabei, den gleichen Respekt zu erlangen wie Indie-Musiker und Indie-Filmemacher, so dass sie ihren traditionell verlegten Kollegen in nichts nachstehen. Noch Fragen?

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5 Kommentare zu “Was gehört wohin im eBook – und warum?
  1. Yrangir sagt:

    Ein Namensregister mit Kurzbeschreibung der Charaktere sollte auch nicht fehlen. Auf jeden Fall bei Texten die länger sind. Das gibt dem Leser einen guten Überblick.

  2. Denise sagt:

    Vor dem Impressum noch einen kurzen (oder auch langem, je nachdem) Absatz mit „Danksagungen“ an alle, die einem z.B. bei der Recherche geholfen haben.
    Und bei Sachbüchern natürlich die Quellenangaben, falls man diese nicht in Fußnoten erwähnt hat.

  3. Elke Aybar sagt:

    Einen Link, der auf meine Homepage und damit zu meiner Mailingliste führt. Wer noch im – uh, es war so toll, wann geht es weiter, was hat sie noch geschrieben? – Fieber glüht, bringt die Bereitschaft mit, so etwas auszufüllen. Mailinglisten sind Gold wert.

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