Lesetipp: Kleine Wunderwerke – Die unsichtbare Macht der Mikroben

Von Zeit zu Zeit tut es mal ganz gut, über den Tellerrand zu schauen und sich mit etwas zu beschäftigen, wofür man sonst so gar keinen Faible hat. Biologie zum Beispiel. Biologie ist so eine schlabbrige Wissenschaft, wo 1 + 1 nicht 2 ergibt, sondern 0, wenn die Umweltbedingungen nicht stimmen, 1, wenn man Pech hat und 300.000.000, wenn die Nahrungsquelle perfekt für das Bakterienwachstum war.

Nein, im Normalfall befasse ich mich lieber mit Mathematik, Physik und Informatik – da weiß man, was man hat 🙂 Allerdings war es wieder mal an der Zeit, die alten Gedankenwege zu durchbrechen und neue Pfade zu gehen und stieß durch Zufall auf das Buch „Kleine Wunderwerke – Die unsichtbare Macht der Mikroben“ von Idan Ben-Barak.

Eins kann ich nach der Lektüre sagen: SO muss Sachliteratur geschrieben sein, wenn man viele Leser erreichen möchte. Dieses Buch ist alles andere als trocken, es ist leicht verständlich und es macht Spaß, sich auf diese Art mit Mikroben zu beschäftigen. Zumindest wesentlich mehr Spaß, als die zwei Gelegenheiten im Jahr, in denen sich unser Körper per Triefnase und Halsschmerzen mit diesen Zeitgenossen beschäftigt.

Für jemanden, der sich mit dem Gedanken trägt ein Sachbuch zu schreiben, dient dieses Buch als Beispiel, wie man es macht. Viel Spaß beim lesen!

PS: Da ich ab und zu das Bedürfnis verspüre, mich mal neuen Themen zu widmen: kennt ihr Sachbücher, die Spaß machen zu lesen? Ich würde mich freuen, wenn ihr mir in den Kommentaren ein paar Tipps hinterlasst.

 

 

Der Autor: Matthias Czarnetzki begann als Banker, wurde Journalist und studierte Informatik, bevor er feststellte, dass Schriftsteller mehrere Leben führen können, aber nur für eins Steuern zahlen müssen. Er ist unabhängiger Autor und unterstützt andere Indie-Autoren dabei, den gleichen Respekt zu erlangen wie Indie-Musiker und Indie-Filmemacher, so dass sie ihren traditionell verlegten Kollegen in nichts nachstehen. Noch Fragen?

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