Ein Netz voller Ideen

Inspiration lauert förmlich überall. Das Problem dabei: sie ist extrem flüchtig. Kaum hat man eine Idee – nicht nur irgendeine kleine, sondern eine weltbewegende, Nobel- + Pulitzerpreisverdächtige Idee – da kommt der Anruf vom nächsten Kunden und schon ist das nächste literarische Meisterwerk vernichtet, bevor auch nur der erste Buchstabe getippt ist.

Mein Mittel dagegen: eine einfache Textdatei (die digitale Version eines leeren Notizbuches, welches für die Rechner-freie Zeit den gleichen Zweck erfüllt). Die wird beim Hochfahren des Rechners geöffnet und wartet nur darauf, per Copy und Paste gefüllt zu werden. Bemerkenswerte Tweets, interessante Formulierungen, erstaunliche Fakten – alles landet da und wird für spätere Gelegenheiten aufbewahrt. Dann, wenn meine Inspiration mal wieder auf Sparflamme läuft, dann lese ich mir all diese „wunderbaren Gedanken“ durch und schon ist alles wieder da.

Ich halte es mit der Software so einfach wie möglich: ein normaler Texteditor tut es und so einer lässt sich auf jedem Betriebssystem finden.

Sobald das zu einer Gewohnheit geworden ist (was den schwierigen Teil am Ganzen darstellt) sollte Mangel an Inspiration kein Problem mehr sein.

Der Autor: Matthias Czarnetzki begann als Banker, wurde Journalist und studierte Informatik, bevor er feststellte, dass Schriftsteller mehrere Leben führen können, aber nur für eins Steuern zahlen müssen. Er ist unabhängiger Autor und unterstützt andere Indie-Autoren dabei, den gleichen Respekt zu erlangen wie Indie-Musiker und Indie-Filmemacher, so dass sie ihren traditionell verlegten Kollegen in nichts nachstehen. Noch Fragen?

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3 Kommentare zu “Ein Netz voller Ideen
  1. Die neuen ( nicht ganz neuen ) Medien sind toll, klar! Ich schreibe trotzdem alles per Hand. Macht mir einefach mehr Spaß, muß allerdings dann noch abgetippt werden. Hat aber den Vorteil, daß ich nicht erst den Rechner einschalten muß, wenn ich eine Idee habe. Meistens kurz nach dem zu Bett gehen, bei Beginn der Rem-Phase ;). Block und Stift liegen immer und überall griffbereit, und… NIEMALS lasse ich mich stören, wenn ich etwas neues skizziere. Telefone kann man lautlos stellen und den Rest der Welt ignorieren…

    LG, HB

    • Für die rechnerfreie Zeit habe ich auch ein Notizbuch – aber da ich berufsbedingt sowieso die meiste Zeit vorm Rechner verbringe, liegt die Verwendung einer Textdatei nahe.
      Mit der Hand zu schreiben finde ich bewundernswert – Tolstois Krieg und Frieden ist so entstanden und ich wundere mich immer noch, wie er das hinbekommen hat, mit Überarbeitung, Änderungen usw. muss er es ja mindestens drei Mal zu Papier gebracht haben und zwar so, dass es später auch jemand lesen konnte.
      Mich bitten auch enge Freunde, Briefe an sie mit der Maschine zu schreiben, da meine Handschrift… eine Herausforderung darstellt.

      VG, MCZ

  2. snu sagt:

    Unterwegs nutze ich auch gerne das in meinem smartphone eingebaute mikrophon. Stichworte so festzuhalten, oder auch einfach loszureden, unsortiert eindrücke, gedanken usw. festhalten, dazu dann noch den ein oder anderen photografischen schnappschuss, und schon hat man aktuelles gesammelt und konserviert…

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