Ist kostenlos wirklich nix wert?

Auf meinen Beitrag „Kostenlos heißt am Ende auf Kosten aller Autoren“ erhielt ich unter anderem die Antwort: Danke, ich werde jetzt noch viel mehr kostenlos machen. Dieses „kostenlos ist nix wert“ ist wirklich widerlich…

Ist es das wirklich? Ich habe nun nicht behauptet, dass kostenlos grundsätzlich schlecht ist. Nur im Umkehrschluss gilt auch:

Etwas Schlechtes wird nicht dadurch besser, dass es kostenlos ist.

Vielleicht sollte ich noch einen anderen Aspekt herausstellen: Dadurch, dass ich von einem Leser Geld für meine Bücher verlange, gehe ich eine Selbstverpflichtung ein, ihm etwas zu liefern, was dieses Geld auch wert ist.

Das Argument: „Er soll sich nicht beschweren, schließlich war es ja kostenlos“ gilt dann nämlich nicht mehr.

Der Autor: Matthias Czarnetzki begann als Banker, wurde Journalist und studierte Informatik, bevor er feststellte, dass Schriftsteller mehrere Leben führen können, aber nur für eins Steuern zahlen müssen. Er ist unabhängiger Autor und unterstützt andere Indie-Autoren dabei, den gleichen Respekt zu erlangen wie Indie-Musiker und Indie-Filmemacher, so dass sie ihren traditionell verlegten Kollegen in nichts nachstehen. Noch Fragen?

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