Schreibwettbewerbe und Communities – weg vom Schwarzen Loch!

Ich habe bereits vor längerer Zeit im Artikel Wie Social Networks helfen, Texte zu verbessern beschrieben, wie der angehende und aufstrebende Jungautor an das lebensnotwendige Feedback kommen kann.

Eine andere Möglichkeit ist die Teilnahme an Schreibwettbewerben. Nur hat der Standardwettbewerb etwas Deprimierendes: tausende Einsendungen und nur ein oder eine handvoll Gewinner. Wie der eigene Beitrag im Vergleich abgeschnitten hat, wie er aufgenommen wurde und wo er gelandet ist – niemand wird es je herausfinden. Man könnte sein Manuskript gleich in ein schwarzes Loch werfen. (Es sei denn, man gehört zu den Gewinnern, aber das ist eine andere Geschichte.)

Etwas anderes dagegen sind Community-basierte Wettbewerbe. Statt einer mehr oder weniger anonymen Jury werden die Beiträge dort öffentlich zur Diskussion gestellt und es gewinnt der, der bei der Person am besten ankommt, die im ganzen Schreibprozess am wichtigsten ist: dem Leser.

Die netten Leute von triboox haben mich darauf aufmerksam gemacht, dass so ein Community-Wettbewerb heute im Lauf des Tages bei ihnen startet, der für Krimi-Autoren interessant ist.

Start ist hier: „Tatverdächtige gesucht“
Gesucht wird: das erste Kapitel des eigenen Krimis
Beginn: 1.6.2011 (im Lauf des Tages)
Einreichungsschluss: 13.7.2011

Die Beiträge werden von der Community zwischen dem 14.7. und dem 3.8. bewertet  – und genau da liegt der Vorteil: jeder Teilnehmer sieht, wie sein Text beim Leser ankommt. Und gerade bei Krimis sind die ersten Seiten das, was den Leser fesselt – oder kalt lässt.

Es gibt auch Preise, aber der Blick durch die Leserbrille auf das eigene Manuskript ist das, was den eigentlichen Wert des Wettbewerbs ausmacht. In diesem Sinne: viel zu gewinnen, nichts zu verlieren. Ich wünsche viel Erfolg!

 UPDATE

OK – dieser Wettbewerb ist mittlerweile Geschichte. Das Prinzip gilt aber immer noch. Informationen über laufende Wettbewerbe gibt es auf uschtrin.de – dort kann man sich auch für den Newsletter mit den aktuellen Terminen anmelden.

Der Autor: Matthias Czarnetzki begann als Banker, wurde Journalist und studierte Informatik, bevor er feststellte, dass Schriftsteller mehrere Leben führen können, aber nur für eins Steuern zahlen müssen. Er ist unabhängiger Autor und unterstützt andere Indie-Autoren dabei, den gleichen Respekt zu erlangen wie Indie-Musiker und Indie-Filmemacher, so dass sie ihren traditionell verlegten Kollegen in nichts nachstehen. Noch Fragen?

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Ein Kommentar zu “Schreibwettbewerbe und Communities – weg vom Schwarzen Loch!
  1. Ben80 sagt:

    Eine tolle Sache. Habe noch einen monatlichen Wettbewerb bei http://www.eleboo.de entdeckt. Hier gewinnt derjenige mit den meisten Downloads.

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