Scott Sigler – vom Selfpublisher zum NYT-Bestellerautoren

Wie eine sinnvolle Zusammenarbeit zwischen Selfpublishern und etablierten Verlagen aussehen kann, zeigt der Vortrag von Scott Sigler auf der Tools of Change – Konferenz 2010:

Hier ist eine Kurzzusammenfassung das Inhalt für alle, die mit seinem Ostküstendialekt Schwierigkeiten haben:

Scott Sigler begann 2005 damit, seine Romane und Kurzgeschichten per Podcast zu veröffentlichen – ungekürzt, vollständig und kostenlos. Zu dem Zeitpunkt war keins seiner Bücher auf Papier erhältlich.

Durch sein regelmäßiges Erscheinen wurde der Podcast bekannt und hatte bald einige Tausend Abonnenten. Im Abspann erhielten die Hörer den Hinweis auf die eBooks oder Taschenbücher – entweder direkt bei Sigler zu bestellen oder bei Amazon.

Innerhalb kürzester Zeit standen seine Bücher bei Amazon.com auf Platz Eins der Bestseller im Bereich Sci-Fi oder den Platz Zwei im
Bereich Bücher (hinter Harry Potter). Erst dann wurden Verlage auf ihn aufmerksam. Schließlich bot ihm Crown Publishing einen 5-Bücher-Vertrag an, den Sigler akzeptierte, Allerdings war der Verlag nur an seinen Thrillern interessiert. Deshalb behielt er sich das Recht vor, The Rookie (so etwas wie Harry Potter, nur ohne Magie und Zauberstab aber mit Sport und Aliens) selbst herauszubringen. Die Hardcoverausgabe konnte auf seiner Website vorbestellt werden. Mit dem Kapital aus den Vorbestellungen wurde die erste Auflage gedruckt, die mittlerweile ausverkauft sein dürfte. Dabei handelte es sich um dreitausend Exemplare – für einen Verlag noch nicht  wirklich rentabel. Für Sigler selbst schon, da er an diesem Projekt um die vierzig Prozent des Umsatzes als Gewinn herausbekommt.

Die Zusammenarbeit mit einem Verlag bringt ihm also die Sicherheit eines geregelten Einkommens plus der enormen Verbreitung seiner Thriller durch die Reichweite von Crown Publishing, gleichzeitig ermöglicht ihm das Selfpublishing ein Projekt, dass beim Verlag nicht realisiert worden wäre – damit haben beide Seiten gewonnen.

Der Autor: Matthias Czarnetzki begann als Banker, wurde Journalist und studierte Informatik, bevor er feststellte, dass Schriftsteller mehrere Leben führen können, aber nur für eins Steuern zahlen müssen. Er ist unabhängiger Autor und unterstützt andere Indie-Autoren dabei, den gleichen Respekt zu erlangen wie Indie-Musiker und Indie-Filmemacher, so dass sie ihren traditionell verlegten Kollegen in nichts nachstehen. Noch Fragen?

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2 Kommentare zu “Scott Sigler – vom Selfpublisher zum NYT-Bestellerautoren
  1. Silke sagt:

    Hallo Matthias,

    interessanter Beitrag – das macht Mut und gibt mir Hoffnung,
    was heute alles so möglich ist.

    Danke für den Link!!
    Gruß Silke

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